Der letzte Blogeintrag hat schon mehrere Wochen auf dem Buckel. Denn der Autor hat getan, was des Autors Aufgabe ist: Er hat ein neues Buch geschrieben. Seit heute in der Auslieferung und in Kürze im Buchhandel: Die letzte Kur. Nach sechs Jahren Zusammenarbeit mit meinem niederländischen Freund und Kollegen Jac. Toes nun also wieder einmal ein Solowerk. Und wieder ist es ein Krimi geworden.
In aller Unbescheidenheit: ein ungewöhnlicher Krimi. Denn er hat über einen ebenfalls nicht ganz gewöhnlichen Mordfall hinaus mehr zu erzählen. Mit acht in die Handlung eingeflochtenen Kurzkrimis bietet er zugleich auch eine Sammlung grotesker Verbrechen und besonderer Menschen, die zeigt, auf welch unerhörte Weise sich die kriminelle Energie gerade in Kurbädern und Wellnesszentren Bahn zu brechen versteht.
Ganz ehrlich: Ich weiß, wovon ich da schreibe. Denn mit meinem brüderlichsten Freund, dem Theaterautor und -regisseur Peter Schanz besuche ich regelmäßig seit 2003 Kurort um Kurort. Über dreißig neudeutsch genannte “Destinationen” sind inzwischen zusammengekommen. Ob es um einen eifersüchtigen ungarischen Kurorchesterdirektor aus Bad Pyrmont geht, einen ideenraubenden Bad Salzuflener Esoterikkomponisten oder einen Marketingchef in Bad Neuenahr, der wegen der Entführung von Kassenpatienten die Nerven verliert – nach dem Lesen von “Die letzte Kur” wird keiner mehr wagen, solcherlei Städte langweilig zu nennen.
Warum diese Kurzkrimis überhaupt im Roman sind? Und warum der ehedem mit Bowler Hat auftretende Autor nunmehr auf seinen Fotos einen goldenen Anzug trägt? Das erklärt sich aus der Hauptgeschichte:
Eigentlich sollte sich Kriminalhauptkommissar Viktor A. Monk an seinem freien Wochenende auf sein erstes großes Konzert beim European Elvis Festival vorbereiten. Aber dann wird im Solebad des neuen Wellnesshotels von Bad Nauheim die Leiche eines Kurbad-Testers gefunden.
Ein Brief im Gepäck des Toten führt Monk in ein Schlosshotel. Acht Reporter des traditionsreichen Magazins Der Kurbad-Kompass haben sich dort versammelt, um in einem Kurzkrimiwettbewerb ihren neuen Chefredakteur zu bestimmen. Hat einer von ihnen einen gefährlichen Konkurrenten aus dem Weg geräumt? Und was verraten ihre Krimi-Storys über den echten Mord, dem bald noch ein zweiter folgen soll?
Fragen über Fragen. Nur Lesen hilft.
Die letzte Kur – ein Kriminalroman für
alle, die in Kur & Reha sind oder dringend Erholung brauchen,
alle Elvis-Fans und Elvis-Verweigerer,
und alle, die von Krimis mehr erwarten als nur einen Mordfall.
Übrigens bald auch wieder live zu erleben, bisher auf der Tourliste: Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf, Kyllburg, Wien, Hamburg.

Getagt nämlich hat die Fachjury für den Niederländischen Krimipreis “Gouden Strop” (Goldener Strick). Tief beugte sie ihre fünf kritischen Häupter über die Jahresproduktion von insgesamt 106 Werken und erwählte sich eine “Longlist”, aus der sich nun erschließt, dass “Höchstgebot” bzw. richtiger gesagt “Het hoogste bod” zu den elf besten Kriminalromanen des Jahres gehört. Große Freude in den Häusern Hoeps & Toes über diese Nominierung!









