10 Jahre Hoeps & Toes – eine Jubeltour mit dem definitiv letzten Patati&Spijker-Krimi

ht-2007Etwas Skepsis und große Neugier spielten mit, als Jac. und ich uns im Herbst 2006 auf ein literarisches Abenteuer einließen: Die Staatskanzlei NRW hatte uns gebeten, einen grenzüberschreitenden Kriminalroman über die deutsch-niederländische Kunstmuseumsroute „Crossart“ zu schreiben. War das möglich? Es gibt natürlich einige Krimi-Duos; aber war auch eines vorstellbar, das in zwei unterschiedlichen Sprachen schreibend gemeinsame Sache macht? Und zwar nicht nur für eine Kurzgeschichte, sondern gleich für die Langstrecke?

Niemand konnte ahnen, dass aus diesem einmaligen Experiment ein ganzes Krimi-Werk entstehen würde. Und eine große Freundschaft obendrein. In den vergangenen zehn Jahren haben Hoeps & Toes drei Romane, mehrere Short Storys sowie eine deutsch-niederländische Schmuggel-Krimi-Antho­logie veröffentlicht. Und in nicht weniger als 140 Lesungen landauf landab waren wir auch live zu erleben. Mit spannenden Texten, Plaudereien aus der internationalen Schreibwerkstatt und genussvoll ausgespielten Sticheleien über niederländische Fußballkunst, deutschen Humor und vieles andere, womit Deutsche und Niederländer einander auf robuste Weise sehr gerne die Ehre erweisen.

Hoeps&Toes&dieÄpfelWo so viel Jubel ist, bedarf es unbedingt einer Tour, um die Freude zu teilen.  Sie soll so lange dauern, wie das Schreiben des ersten Romans „Nach allen Regeln der Kunst – Kunst zonder genade“ brauchte:
Vom 20. September an bis zum Juni 2017 wollen wir mit unseren LeserInnen und unserem Publikum feiern. Dazu haben wir ein neues Programm zusammengestellt:

Im Mittelpunkt stehen die Hauptfiguren der Romantrilogie: der deutsche Kunstrestaurator Robert Patati und die niederländische Polizeiprofilerin und Psychologin Micky Spijker. Der erste Teil besteht aus ausgesuchten Passagen der drei Romane und erzählt die Geschichte dieses ungleichen Paars  – durch alle Höhen und Tiefen, Gefahr und Rettung, deutsche und niederländische Kultur. Außerdem zeigen wir Fotos und kleine Videoclips von unseren Recherchen.

Microsoft Word - hoeps-toes-wahr-ist-nur-der-tod-klIm zweiten Teil dann lesen wir unseren brandneuen, unveröffentlichten und unwiderruflich letzten Kurzkrimi, in dem Patati und Spijker die Hauptrolle spielen, „Wahr ist nur der Tod“: Die Entdeckung gefälschter Gemälde in einem renommierten niederländischen Museum mündet im Drama einer ausweglosen Geiselnahme. Wer rettet wen?
Mitnehmen kann man uns dann auch zum Jubelpreis, also vielmehr unsere Bücher natürlich. Auf der Jubeltour gibt’s die Trilogie am schwarz-rot-gold-oranje-Band zum Sonderpreis. Und ganz exklusiv erhalten die BesucherInnen der Hops&Toes-Jubeltour ein Passwort zum Download des bis zum Ende der Tour unveröffentlichten Kurzkrimis.

Sehen wir uns? Wir würden uns sehr freuen!
(Alle Termine – regelmäßig weiter ergänzt – sind HIER zu finden.)

Don Corleone meets Till Eulenspiegel

cocktail-leichenNach einer kleinen Schreibpause gibt’s im Frühjahr wieder etwas von mir zu lesen. Der Kurzkrimi „Ein Banana Daiquiri, den man nicht ablehnen kann“ entstand nach der Einladung des Syndikatskollegen Thomas Kastura, mich an seiner Anthologie „Cocktail-Leichen“ zu beteiligen.

Die Story bot mir die wunderbare Möglichkeit, endlich der großartigen „The Godfather“-Filmtrilogie von Francis Ford Coppola die Ehre zu erweisen und dabei zugleich auch noch einen weiteren Kurbad-Kurzkrimi zu verfassen.

Denn die beiden Hauptfiguren der Geschichte, die eineiigen Zwillinge Meikel und Fredo, hatten nicht nur einen „Paten“-Fan zum Vater, sondern stehen auch kurz davor, als offizielle Till Eulenspiegel-Darsteller in den Dienst der Stadt Mölln einzutreten.

Mölln-TillAbseitige Idee? Von wegen. Mölln ist offenkundig die einzige Stadt, die sich einen nach TvöD bezahlten Narren leistet. Also zumindest einen, der auch im Narrenkostüm auftritt und ausdrücklich dafür engagiert wurde, Unsinn zu treiben. Solch wahrhaft tolle Ausgangssituation ist natürlich ein Angebot, das man nicht ablehnen kann und treibt den Spezialisten für kriminell-groteske Kurbad-Kurzkrimis gleich an den Schreibtisch…

Der Band „Cocktail-Leichen“ erscheint am 1. April 2016 im kbv-Verlag. Weitere Geschichten steuerten bei: Jean Bagnol, Christiane Franke, Brigitte Glaser, Peter Godazgar, Carsten Sebastian Henn, Karr & Wehner, Christian Klier, Tessa Korber, Ralf Kramp, Tatjana Kruse, Cornelia Kuhnert, Judith Merchant, Petra Nacke, Elmar Tannert und 15 weitere AutorInnen.

Hoeps & Toes medial

Vor einigen Wochen meldete sich die Kölner Journalistin Claudia Friedrich und schlug vor, wir könnten uns doch für einen Radiobeitrag über die „Schmugglerpfade“ einmal auf selbige begeben. Eine schöne Idee und also stapften Jac. und ich keine Woche später mit ihr durch die Felder am Rande des Grenzübergangs Herongen/Venlo, dem „Tatort“ meiner Geschichte „Unzählbar all jene, diHoeps+Toes_v_Claudia Friedrichaleriee zurückbleiben mussten“.
Inzwischen ist Claudia Friedrichs Beitrag in der Kultursendung Mosaik auf WDR 3 gelaufen und weiterhin als Podcast nachzuhören: nämlich hier (klick!). Erfreulicherweise, denn zum einen war es auch für uns ein sehr inspiriertes und erhellendes Gespräch über das Schmuggeln und unsere Geschichten. Und zum anderen ist dabei eine ebenso liebevoll wie aufwendig produzierte Reportage herausgekommen. Ach, und ein beinhartes Schmuggler-Foto hat Claudia Friedrich auch noch von uns gemacht. Hier links oben zu sehen.

Unlängst landeten dann erneut freundliche Zeilen aus Köln im Postfach. Renate Naber konzipiert gerade wieder einmal eine schöne Serie für die Sendung Lebensart auf WDR 5. Diesmal geht es um europäische Reiseländer und ins Studio werden Menschen geladen, die eine etwas ungewöhnlichere Verbindung zum jeweiligen Land haben. Kurz, am kommenden Mittwoch, 6. September 2014, bin ich als Gewährsmann für die Niederlande ins Studio geladen. Live und ungeschminkt ab 15:05 Uhr – Anrufen kann man da übrigens auch. Mal schauen, wie lange es da dauert, bis sich herausstellt, dass ich doch nur ein sehr kleines und spezielles (aber vielleicht auch ganz reizvolles) Wissensgebiet vertrete …

Zu guter Letzt dann noch ein paar bunte Bilder. Lena Sapper hat uns letzte Woche Mittwoch für den „Szenecheck“ des Lokal-TV-Senders City Vision auf die – ganz unfreudianische – Couch gebeten. Natürlich geht’s um Schmuggel, aber auch um unsere Zusammenarbeit und noch mehr, aber ehrlich gesagt weiß ich schon gar nicht mehr, was wir da alles erzählt haben. Ich glaube, ich sollte mir das mal anschauen. Eine 9-Minuten-Fassung ist hier online zu sehen, das vollständige Interview gibt’s dann im Rahmenprogramm zu sehen.

Acht Jahre Hoeps & Toes – Die Ernte im Bild

Bei unserer Lesung unlängst im niederländischen Posterholt bot sich ein veritabler Flügel an, dem Publikum die deutschen und niederländischen Ausgaben unserer Romane auf repräsentative Weise vor Augen zu führen. Setzt man noch die jüngst von uns herausgegebene Anthologie Schmugglerpfade / Over de Grens sowie die beiden Mord-am-Hellweg-Anthologien hinzu, in denen wir jeweils mit einer gemeinsam geschriebenen Story vertreten sind, zeigt das Bild die Ernte von acht Jahren grenzüberschreitender Zusammenarbeit, bzw. sieben Jahren, wenn man die Veröffentlichungsdaten nimmt.
Wenn nur alles in Europa so gut, produktiv und freundschaftlich liefe … (wobei jetzt natürlich die WM beginnt, aber das regeln Hoeps & Toes intern…)

Hoeps-Toes-Ernte

Die Schmuggel-Lesetour hat begonnen und: erste Presse

Veranstaltungsplakat SchmuggelKnapp zwei Wochen nach Erscheinen unseres Buches „Schmugglerpfade“/ „Over de Grens“  wird das Werk nun allmählich öffentlich wahrgenommen. Am vergangenen Dienstag fand die erste von vier Veranstaltungen zur Präsentation unseres deutsch-niederländischen Projektes im ausverkauften Atelier van Eyck in Nettetal-Leuth statt. Es war ein spannender und abwechslungsreicher Abend mit den Kollegen Jac. Toes, Richard Birkefeld, Corine Hartman und Gisa Klönne.

Am Sonntag geht es nun weiter auf der niederländischen Seite: Zusammen mit Nina George, Elvin Post und Michael Berg werde ich ab 19:30 Uhr im Theatersaal Lux in Nijmegen vorlesen. Eine der wenigen Gelegenheiten, einmal tatsächlich auf Niederländisch vorzutragen. Allerdings sind klassische Lesungen in den Niederlanden eher selten, und so wird es auch hier nur kurze Lesepassagen zu hören geben und dafür mehr Gespräche mit Journalist und Moderator Marcel Rözer. Außerdem wird noch ein kurzer Schmuggel-Film gezeigt und Strafrechtsdozent Henny Sackers hält einen kurzen Vortrag über das Schmuggelgeschäft. Ein tolles Paket!

schmuggel_literaturbuero-nrw_l_800x662Inzwischen gibt es auch erste Pressereaktionen. Und damit meine ich nicht die Aufregung, die die dem Thema entsprechende Werbeaktion des Literaturbüros NRW bei einigen wenigen Pressevertretern erzeugt hat. Es hat uns doch etwas überrascht, welch tiefgreifende Sorgen anonym zugeschickte Schein-Schmuggelware wie Getreidekaffee, Kaugummizigaretten, Nylonstrumpfhosen oder getrockneter Thymian angereichert um einige kryptische Texte bereiten kann: Es scheint fast, als wären manche niederrheinische Journalisten einem ganz schön hohen Bedrohungspotenzial ausgesetzt.
Na ja, Angst ist eine höchst subjektive Angelegenheit, das muss man anerkennen und feststellen, dass zwar Spannung erzeugt werden sollte, aber nichts mehr. Die Ruhe bewahrten in jedem Fall die Westdeutsche Zeitung Krefeld und die Rheinische Post Mönchengladbach. Außerdem hat auch Schriftstellerkollege Henning Heske das Buch für sein Blog Seitenauslinie unter die Lupe genommen. Alles kann man online nachlesen.

Bald mehr auf diesem Kanal.

Jetzt beginnt das große Schmuggeln

Mit gebrochenem Arm lässt sich schlecht bloggen. Darum hier nur kurz der Hinweis auf einen wundervollen Filmtrailer, den die Maastrichter Janneke Swinkels und Tim Frijsinger (Sound: Tim Coenen) für die von uns frisch herausgegebene Krimi-Anthologie „Schmugglerpfade“ geschaffen haben.

„Schmugglerpfade“, oder als niederländisches Ausgabe „Over de Grens“, ist seit dieser Woche im Buchhandel erhältlich: 16 spannende Geschichten über Schmuggel an der deutsch-niederländischen Grenze zwischen 1919 und 2040, geschrieben von acht deutschen und acht niederländischen, oft mehrfach preisgekrönten Krimiautorinnen und -autoren.
Wir freuen uns sehr, mit diesen KollegInnen zusammengearbeitet zu haben. Es  ist ein tolles Buch geworden. Viel Spaß beim Lesen!

Voranmeldung: Es wird geschmuggelt!

ImageNicht, dass ich in den vergangenen Wochen und Monaten untätig gewesen wäre … Mein Arnheimer Freund und Krimipartner Jac. Toes und ich haben uns nun auch an das grundlegenste Thema einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit begeben. Im Mai 2014 erscheint in Deutschland bei Grafit und in den Niederlanden bei De Geus die Krimi-Anthologie „Schmugglerpfade“ bzw. „Over de Grens“.
Wir haben 14 hervorragende deutsche und niederländische KrimiautorInnen eingeladen, Kriminalstories über den Schmuggel an der deutsch-niederländischen Grenze zu schreiben. Und wir haben natürlich auch jeweils eine Geschichte geschrieben.
Zeitlich und inhaltlich wird ein großer Bogen geschlagen: Die Stories spielen zwischen 1919 und der Zukunft, geschmuggelt wird alles, was mobilisierbar ist, von Medizin und Edelmetallen über Flüchtlinge, Leichen und exotische Tiere bis hin zu Sprengstoffen und – natürlich! – Drogen.
Die kriminalliterarischen Schmuggler sind: Michael Berg (NL), Richard Birkefeld (D), Nina George (D), Gunter Gerlach (D), Corinne Hartman (NL), Thomas Hesse & Renate Wirth (D), Thomas Hoeps (D), Gisa Klönne (D), Arnold Küsters (D), Elvin Post (NL), Jutta Profijt (D), Bert Spoelstra (NL), Charles den Tex (NL), Jac. Toes (NL), Judith Visser (NL) & Felicita Vos (NL)

Und weil es so megamäßig austauschig ist, wird das Buch zusammen mit vier Lesungen/Präsentationen in D und NL als Gesamtprojekt vom Literaturbüro NRW in Düsseldorf und dem Huis voor de Kunsten Limburg getragen und vom Land NRW und im Rahmen des Interreg-Programms von der Euregio Rhein-Maas-Nord kräftig gefördert. Hartelijk bedankt!

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