Berichte von der Rekolonialisierungsfront – CDU vs. Afrika

Eine Leserin unseres Krimis „Das Lügenarchiv“ aus einem Ort mit dem schönen widerständigen Namen Zwillbrock lässt das Thema der Landnahme in Afrika durch Investorenfonds und Industriestaaten sowie die Vernichtung lokaler Marktentwicklung durch europäischen Wirtschaftsprotektionismus und Maßnahmen des IWF ebensowenig unberührt wie uns.
Dankenswerterweise sandte sie mir jetzt Links zu, in denen es um die Vorwürfe des CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring gegen Misereor und andere Hilfsorganisationen geht, sie betrieben eine „ideologisierte Entwicklungshilfe“, die zu Ungunsten des berühmten „technischen Fortschritts“ kleinbäuerliche Strukturen verherrliche.
Ich gebe diese Links gerne weiter, denn Angriffe wie dieser sind nur ein weiterer Baustein in der Interessenspolitik, die unser überaus sympathischer „Ich trage meine Bundeswehrpionierkappe am liebsten im Auslandseinsatz“-Minister für wirtschaftliche Auslandsakquise Dirk Niebel konsequent verfolgt und über die ich hier schon an anderer Stelle geschrieben habe.

http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=437394

http://www.domradio.de/aktuell/69016/mythos-industrialisierte-landwirtschaft.html

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2 Gedanken zu „Berichte von der Rekolonialisierungsfront – CDU vs. Afrika

  1. unter der Webseite von Herrn Röring ist seine Argumentation nochmal im Detail zu lesen: http://www.johannes-roering.de/lokal_1_1_108_Welternaehrung-als-globale-Herausforderung.html

    Das ist Profilierung auf Kosten der Armen vom Feinsten! Würde es Herrn Röring um die Bevölkerung dort gehen oder wenigstens um eine sachliche Berichterstattung, würde er auch von den Erfolgen in der Entwicklungszusammenarbeit berichten, welche sehr wohl unternehmerisches Handeln und Innovationen fördert. Darunter versteht Herr Röring anscheinend nur die Vertreibung der Kleinbauern von ihrem Land durch Großindustrielle. Bei solchen Berichten sollte sich sogar Herrn Niebel der Magen umdrehen.

    • Besten Dank für den Link. Was er dort erzählt, klingt für den, der nichts von heutiger Entwicklungshilfe weiß, ja sogar zunächst einmal ganz interessant und attraktiv. Wie er tatsächlich aber die Forderung nach Aufhebung der Abschottung der Märkte gegen Afrika und umgekehrt des Schutzes des afrikanischen Binnenmarktes als Phantomdebatte abtut, das ist atemberaubend. Und was an Profitmaximierungszielen für wenige auf Kosten vieler mit diesen Ideen verbunden wäre, wird verschwiegen.

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