Last Calls für das Höchstgebot: Live und auf der Longlist

Mit rund einem Jahr lernen Kinder zu laufen, für ein Buch markiert der erste Geburtstag dagegen leider oft schon den Übergang in die Altersteilzeit. Durch nachfolgende Produktionen von den Büchertischen vertrieben, in kleinerer Anzahl ins Regal geschoben und von dort aus abverkauft, um Platz zu schaffen für die nächste Generation der Ex-Büchertischbesetzer. Auch die Zahl der Lesungen nimmt nach und nach ab. Das Publikum will neue Bücher vorgestellt bekommen, keine Produkte von gestern, seien sie auch deutlich über den Tag hinaus geschrieben. Immerhin noch wird – zumindest ist mir dergleichen bisher nicht bekannt geworden – Fisch nicht in Buchpapier eingewickelt. Beinahe ist man dankbar, dass in Sachen „Verfall der Halbwertzeit“ das Buch der Zeitung doch noch etwas voraus hat.

Um so schöner ist es, dass Jac. Toes und ich fast genau ein Jahr nach der Premiere unseres jüngsten Kriminalromans „Höchstgebot“ nicht nur einige Lesetermine anzukündigen, sondern obendrein auch eine erfreuliche Nachricht aus den Niederlanden weiterzureichen haben.

gouden-strop-logoGetagt nämlich hat die Fachjury für den Niederländischen Krimipreis „Gouden Strop“ (Goldener Strick). Tief beugte sie ihre fünf kritischen Häupter über die Jahresproduktion von insgesamt 106 Werken und erwählte sich eine „Longlist“, aus der sich nun erschließt, dass „Höchstgebot“ bzw. richtiger gesagt „Het hoogste bod“ zu den elf besten Kriminalromanen des Jahres gehört. Große Freude in den Häusern Hoeps & Toes über diese Nominierung!

apfelschirmJetzt beginnen vier lange Wochen. Denn erst am 2. Mai entscheidet sich, welche Romane auch den Sprung unter die letzten fünf Titel schaffen. Und der finale Gewinner des „Gouden Strop“ wird schließlich sogar erst im Juni auf einer großen Abschlussgala zum „Monat des spannenden Buches“ in Amsterdam bekannt gegeben. Auch wenn wir schon einmal, 2008, mit unserem ersten Gemeinschaftswerk „Nach allen Regeln der Kunst“ unter den Top5 waren und diesen Oscar-Modus miterlebten, beruhigt da natürlich keinerlei Routine die Nerven.

Einstweilen gehen wir noch einmal auf eine kleine Tour: Kommenden Mittwoch beginnt sie in Düsseldorf in der Stadtbibliothek Bilk, führt uns übernächste Woche am 18.4. zur Criminale 2013 ins schweizerische Rüfenacht, leitet uns zurück und weiter nach Münster am 24.4. und endet nach einer längeren Zwischenpause am 6. Juni in Menden im Sauerland. Vielleicht sehen wir uns dort. Das würde uns freuen.

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