Acht Jahre Hoeps & Toes – Die Ernte im Bild

Bei unserer Lesung unlängst im niederländischen Posterholt bot sich ein veritabler Flügel an, dem Publikum die deutschen und niederländischen Ausgaben unserer Romane auf repräsentative Weise vor Augen zu führen. Setzt man noch die jüngst von uns herausgegebene Anthologie Schmugglerpfade / Over de Grens sowie die beiden Mord-am-Hellweg-Anthologien hinzu, in denen wir jeweils mit einer gemeinsam geschriebenen Story vertreten sind, zeigt das Bild die Ernte von acht Jahren grenzüberschreitender Zusammenarbeit, bzw. sieben Jahren, wenn man die Veröffentlichungsdaten nimmt.
Wenn nur alles in Europa so gut, produktiv und freundschaftlich liefe … (wobei jetzt natürlich die WM beginnt, aber das regeln Hoeps & Toes intern…)

Hoeps-Toes-Ernte

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Lesereisen-Ernte 2012, diesmal: Bremen

Zum Jahresende öffnet der Schriftsteller seine geheime Schatulle und betrachtet etwas wehmütig, aber auch sehr befriedigt noch einmal die Bilder, die er während der vergangenen Lesereisen gemacht hat.

Heute ein bemerkenswertes Sujet aus Bremen, wo wir im Rahmen unserer Benefiz-Aktion für „Brot für die Welt“ noch einmal aus unserem zweiten Roman „Das Lügenarchiv“ lasen. Anscheinend war den Bremern schon früh – nämlich am 30.9. – klar, dass man die Bundesligasaison abschreiben kann. Jedenfalls gab’s schon da den kompletten Werder Bremen-Verein zum Spottpreis auf dem Ramschtisch.

Werder für die Hälfte

Werder für die Hälfte

Bekanntlich biss aber kein Interessent an und Manager Klaus Allofs hatte den Laden weiter an den Hacken hängen. Last Exit: Wolfsburg. Tragisch, tragisch.

So, das war’s aber auch schon mit dem Fußball auf diesem Kanal. Morgen werden dann die Faunafreunde bedient, wenn ich hier wilde Tiere aus Den Haag zeige.

Men with hats gehen auf große Lesetour durch 15 Städte

Die Urlaubsreisen enden, die Lesereisen beginnen: Hoeps & Toes packen die Koffer für eine ausgedehnte Herbst-Lesetour. Nach viel Presse- und Leserlob stehen bis zum 1. Dezember nicht weniger als 15 Lesungen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden auf dem Programm.

Noch im August setzen wir unsere Bowler-Hüte als Hommage an Magritte auf einer kleinen Nordland-Tour in Emden, Lübeck und Hamburg auf.

Im September ist dann Hauptstadt- (bzw. Regierungssitz-)Visite angesagt, wenn wir in Den Haag und bei den Kriminächten in Berlin und Wien aktiv werden. In Wien lässt uns das Café Schopenhauer auf die Bühne, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass wir den Beweis zu Schopenhauers Aphorismus „Die Gegenwart eines Gedankens ist wie die Gegenwart einer Geliebten“ zu führen verstehen. In Berlin treten wir gemeinsam mit einer ganzen Armada hervorragender Kollegen im Gebäude des Tagesspiegels auf.

Die Lesungen in Wien und Berlin finden binnen zwei Tagen statt und das bedeutet: Rock’nRoll-Fever! („Aaah, frag nicht, wahnsinniger Stress diese Tour, rein in den Flieger, raus aus dem Flieger, du siehst nichts von der Stadt, immer nur Taxis, Veranstaltungshallen, Sodbrennen vom Catering, ich bin durch, weißt du, ich bin einfach fix und fertig, ohne Amphetamine und Alkohol hält das keine Sau aus, ich kann Amy so gut verstehen, einfach nur noch schlafen wollen…“)

Tierisch wird es im Oktober beim Internationalen Krimifestival „Mord am Hellweg“, an dem wir zum zweiten Mal teilnehmen dürfen, diesmal nämlich an ziemlich ungewöhnlichem „Einsatzort“: der Trabrennbahn in Gelsenkirchen.

 

Während derzeit erneut die Maispreise explodieren und damit der Hunger weltweit geschürt wird,  kämpft die evangelische Hilfsorganisation Brot für die Welt in ihrer diesjährigen „Kampagne zur Ernährungssicherheit – „niemand isst für sich allein“ weiterhin gegen die irrsinnige Idee, Sprit sei wichtiger als Nahrung. Um wenigstens einen kleinen Beitrag zu dieser Kampagne zu leisten, treten wir in drei Benefizlesungen in Kleve, Mülheim/Ruhr und Bremen auf. Lesen werden wir dort noch einmal aus unserem 2. Krimi „Das Lügenarchiv“, in dem es ja um einen internationalen Nahrungsmittelkonzern geht, der massiv in Landraubprojekte zum Biospritpflanzenanbau in Afrika investiert.

Die (bislang) letzte Lesung in diesem Jahr am 1. Dezember findet in Stuttgart statt. Auch dort lesen wir nicht aus „Höchstgebot“, sondern geben stündlich unseren Kurzkrimi „Die Salzleiche von Werne“ zum Besten.

Wir freuen uns schon auf alle 15 Termine. Die Bowler Hüte sind gebürstet, die Regenschirme aufgespannt, Welt, wir kommen!

Detailinformationen zu allen Lesungen sind hier (klicken) zu finden.

What you see is what you smoked

Beim Aufräumen meines Recherche-Archivs entdeckte ich gerade dieses freundlich verwackelte Foto. Es stammt aus einer Serie von Fotografien, die ich 2009 im Amsterdamer Coffeeshop „Paradox“ anfertigte. Das „Paradox“  wird in den Kapiteln 3 und 10 unseres Romans „Das Lügenarchiv“ zu einem sehr wichtigen Ort für Robert Patati und Micky Spijker. Und da musste natürlich alles bis ins Detail stimmen.

Wie man sieht (vielleicht am ehesten nach dem Anklicken und Öffnen der Wallpaper-Version des Bildes), habe ich nicht erfunden, dass in diesem Laden die Karte sehr serviceorientiert gestaltet ist und neben den Preisen gleich auch die Wirkweisen der zum Verkauf stehenden Naturstoffe angibt.

Anders als die Überschrift zum heutigen Eintrag vermuten lassen sollte, wurde die Aufnahme jedoch in vollkommen drogenfreiem Zustand gemacht. Aber ich verstehe, dass mir das nach dem Betrachten dieses Bildes niemand glauben wird. Die Welt kann manchmal sehr ungerecht sein.

Lügenarchiv auf WDR 2

Heute war auf WDR 2 in der Reihe „Tatort NRW“ ein auf der hiesigen Seite nicht ganz unbekanntes, überaus gut gelauntes deutsch-niederländisches Krimi-Duo zu hören. Als podcast kann man den Bericht der Rundfunk- und Fernsehjournalistin Nicole Erksmeier über „Das Lügenarchiv“ hier nachhören, also ich meine: hier!
Er fängt etwas unvermittelt an, weil die Anmod. fehlt (so sagt man wohl in Fachkreisen) und endet, wie das ganze Gespräch verlief, mit Spaß an der Sache.

Berichte von der Rekolonialisierungsfront – CDU vs. Afrika

Eine Leserin unseres Krimis „Das Lügenarchiv“ aus einem Ort mit dem schönen widerständigen Namen Zwillbrock lässt das Thema der Landnahme in Afrika durch Investorenfonds und Industriestaaten sowie die Vernichtung lokaler Marktentwicklung durch europäischen Wirtschaftsprotektionismus und Maßnahmen des IWF ebensowenig unberührt wie uns.
Dankenswerterweise sandte sie mir jetzt Links zu, in denen es um die Vorwürfe des CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring gegen Misereor und andere Hilfsorganisationen geht, sie betrieben eine „ideologisierte Entwicklungshilfe“, die zu Ungunsten des berühmten „technischen Fortschritts“ kleinbäuerliche Strukturen verherrliche.
Ich gebe diese Links gerne weiter, denn Angriffe wie dieser sind nur ein weiterer Baustein in der Interessenspolitik, die unser überaus sympathischer „Ich trage meine Bundeswehrpionierkappe am liebsten im Auslandseinsatz“-Minister für wirtschaftliche Auslandsakquise Dirk Niebel konsequent verfolgt und über die ich hier schon an anderer Stelle geschrieben habe.

http://www.radiovaticana.org/TED/articolo.asp?c=437394

http://www.domradio.de/aktuell/69016/mythos-industrialisierte-landwirtschaft.html