Jetzt beginnt das große Schmuggeln

Mit gebrochenem Arm lässt sich schlecht bloggen. Darum hier nur kurz der Hinweis auf einen wundervollen Filmtrailer, den die Maastrichter Janneke Swinkels und Tim Frijsinger (Sound: Tim Coenen) für die von uns frisch herausgegebene Krimi-Anthologie „Schmugglerpfade“ geschaffen haben.

„Schmugglerpfade“, oder als niederländisches Ausgabe „Over de Grens“, ist seit dieser Woche im Buchhandel erhältlich: 16 spannende Geschichten über Schmuggel an der deutsch-niederländischen Grenze zwischen 1919 und 2040, geschrieben von acht deutschen und acht niederländischen, oft mehrfach preisgekrönten Krimiautorinnen und -autoren.
Wir freuen uns sehr, mit diesen KollegInnen zusammengearbeitet zu haben. Es  ist ein tolles Buch geworden. Viel Spaß beim Lesen!

Voranmeldung: Es wird geschmuggelt!

ImageNicht, dass ich in den vergangenen Wochen und Monaten untätig gewesen wäre … Mein Arnheimer Freund und Krimipartner Jac. Toes und ich haben uns nun auch an das grundlegenste Thema einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit begeben. Im Mai 2014 erscheint in Deutschland bei Grafit und in den Niederlanden bei De Geus die Krimi-Anthologie „Schmugglerpfade“ bzw. „Over de Grens“.
Wir haben 14 hervorragende deutsche und niederländische KrimiautorInnen eingeladen, Kriminalstories über den Schmuggel an der deutsch-niederländischen Grenze zu schreiben. Und wir haben natürlich auch jeweils eine Geschichte geschrieben.
Zeitlich und inhaltlich wird ein großer Bogen geschlagen: Die Stories spielen zwischen 1919 und der Zukunft, geschmuggelt wird alles, was mobilisierbar ist, von Medizin und Edelmetallen über Flüchtlinge, Leichen und exotische Tiere bis hin zu Sprengstoffen und – natürlich! – Drogen.
Die kriminalliterarischen Schmuggler sind: Michael Berg (NL), Richard Birkefeld (D), Nina George (D), Gunter Gerlach (D), Corinne Hartman (NL), Thomas Hesse & Renate Wirth (D), Thomas Hoeps (D), Gisa Klönne (D), Arnold Küsters (D), Elvin Post (NL), Jutta Profijt (D), Bert Spoelstra (NL), Charles den Tex (NL), Jac. Toes (NL), Judith Visser (NL) & Felicita Vos (NL)

Und weil es so megamäßig austauschig ist, wird das Buch zusammen mit vier Lesungen/Präsentationen in D und NL als Gesamtprojekt vom Literaturbüro NRW in Düsseldorf und dem Huis voor de Kunsten Limburg getragen und vom Land NRW und im Rahmen des Interreg-Programms von der Euregio Rhein-Maas-Nord kräftig gefördert. Hartelijk bedankt!

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Ein Interview, eine Art Homestory und noch ein Interview

Man kann ja auch mal aus dem Nähkästchen plaudern, also im speziellen Fall eher aus dem Arbeitsspeicher oder wenigstens dem Druckerpatronendepot. Anlässlich des Erscheinens von „Die letzte Kur“ habe ich mir das nun gleich zweimal hintereinander erlaubt: einmal kurz, einmal lang.

Wie Elvis und Kur zusammenpassen, wollte nämlich der kbv-Verlag von mir für sein traditionelles Newsletter-Interview wissen und ich hab’s so kurz wie möglich aufgeschrieben: klick hier zum kbv-Interview

Und dann war ich eingeladen, in der Krefelder Live- und Internettalkshow „Lott ens Schwaade“ (für Nicht-Rheinländer: „Lass mal ein bisschen plaudern“, wobei das Plaudern durchaus ein wenig über den Rahmen hinauswuchern darf, weil Abschweifen, also das Von-Höcksken-auf-Stöcksken-Kommen, ist ja eine rheinische Delikatesse, wo war ich noch gleich, ach ja…) bei „Lott ens Schwaade“ über meine Grenzgängereien zu berichten:

als 50% des deutsch-niederländischen Krimi-Teams Hoeps&Toes
als Autor, der sich mit Verbrechen beschäftigt und fast jedem fast alles zutraut
als Kulturorganisator einerseits und Kulturschaffender andererseits

grenzpendler

Grenzpendler

sowie als Pendler zwischen Krefeld und Mönchengladbach (was für manche Krefelder und Mönchengladbacher immer noch mit einem gewissen Argwohn als exotischer Spleen registriert wird, bei einigen wenigen sogar in einen Analogie-Kurzschluss  zum „Rübermachen“ über die deutsch-deutsche Grenze einmündet, während ich selbst, nach meiner Heimat befragt, nicht müde werde, zu betonen, dass ich in Krefeld und Mönchengladbach lebe und arbeite – und nicht etwa in Krefeld lebe und in Mönchengladbach arbeite oder umgekehrt. Als lebte ich nicht, während ich arbeite, und als wäre meine Arbeit nicht Teil meines Lebens.

Hoeps-Trailer-Lott-ens-schwaadeAber wo war ich, ach ja: Der Link zu diesem ausführlichen und, ich hoffe, ganz amüsanten Gespräch und einem dazugehörigen kleinen Homestory-Trailer, der mir einmal mehr offenbart hat, wie schön es sein könnte, würde man sich regelmäßiger daran erinnern, dass es ästhetisch wesentlich vorteilhafter ist, ein Privileg des Menschen, nämlich jenes, dauerhaft AUFRECHT laufen zu können, auch tatsächlich auszuüben, also wo …, ach ja, der Link zu den youtube-Clips 5-7, der ist HIER (klick!) zu finden. Und nichts ist natürlich zurückzunehmen (außer, dass ich, wie im Trailer berichtet, noch heute in Krefelder Kulturvereinigungen aktiv wäre, denn das ist lange, lange her, nicht dass sich da jemand beschwert).

Die Krefelder Coen-Brothers

Nominiert zum Journalisten-Preis für das originellste Autorenlob 2013: Christoph Elles, Westdeutsche Zeitung, mit der Einleitung seiner Ankündigung der Premierenlesung von „Die letzte Kur“ am 23.5.:

„Würden die Brüder Coen in Krefeld Krimis schreiben, wären sie womöglich Thomas Hoeps. Mit ‚Die letzte Kur‘ legt die deutsche Hälfte des erfolgreichen Duos Hoeps/Toes mal wieder einen Solo-Auftritt hin: Er lässt Kassenpatienten, Esoterik-Komponisten und Elvis-Imitatoren in einem mörderischen Reigen aufeinander los.“

Don’t burn after reading!warholelvishoeps

Antreten zur letzten Kur

Die letzte KurDer letzte Blogeintrag hat schon mehrere Wochen auf dem Buckel. Denn der Autor hat getan, was des Autors Aufgabe ist: Er hat ein neues Buch geschrieben. Seit heute in der Auslieferung und in Kürze im Buchhandel: Die letzte Kur. Nach sechs Jahren Zusammenarbeit mit meinem niederländischen Freund und Kollegen Jac. Toes nun also wieder einmal ein Solowerk. Und wieder ist es ein Krimi geworden.

In aller Unbescheidenheit: ein ungewöhnlicher Krimi. Denn er hat über einen ebenfalls nicht ganz gewöhnlichen Mordfall hinaus mehr zu erzählen. Mit acht in die Handlung eingeflochtenen Kurzkrimis bietet er zugleich auch eine Sammlung grotesker Verbrechen und besonderer Menschen, die zeigt, auf welch unerhörte Weise sich die kriminelle Energie gerade in Kurbädern und Wellnesszentren Bahn zu brechen versteht.

Ganz ehrlich: Ich weiß, wovon ich da schreibe. Denn mit meinem brüderlichsten Freund, dem Theaterautor und -regisseur Peter Schanz besuche ich regelmäßig seit 2003 Kurort um Kurort. Über dreißig neudeutsch genannte „Destinationen“ sind inzwischen zusammengekommen. Ob es um einen eifersüchtigen ungarischen Kurorchesterdirektor aus Bad Pyrmont geht, einen ideenraubenden Bad Salzuflener Esoterikkomponisten oder einen Marketingchef in Bad Neuenahr, der wegen der Entführung von Kassenpatienten die Nerven verliert – nach dem Lesen von „Die letzte Kur“ wird keiner mehr wagen, solcherlei Städte langweilig zu nennen.

Warum diese Kurzkrimis überhaupt im Roman sind? Und warum der ehedem mit Bowler Hat auftretende Autor nunmehr auf seinen Fotos einen goldenen Anzug trägt? Das erklärt sich aus der Hauptgeschichte:

(c) Philip Lethen

(c) Philip Lethen

Eigentlich sollte sich Kriminalhauptkommissar Viktor A. Monk an seinem freien Wochenende auf sein erstes großes Konzert beim European Elvis Festival vorbereiten. Aber dann wird im Solebad des neuen Wellnesshotels von Bad Nauheim die Leiche eines Kurbad-Testers gefunden.

Ein Brief im Gepäck des Toten führt Monk in ein Schlosshotel. Acht Reporter des traditionsreichen Magazins Der Kurbad-Kompass haben sich dort versammelt, um in einem Kurzkrimiwettbewerb ihren neuen Chefredakteur zu bestimmen. Hat einer von ihnen einen gefährlichen Konkurrenten aus dem Weg geräumt? Und was verraten ihre Krimi-Storys über den echten Mord, dem bald noch ein zweiter folgen soll?

Fragen über Fragen. Nur Lesen hilft.

Die letzte Kur – ein Kriminalroman für

alle, die in Kur & Reha sind oder dringend Erholung brauchen,

alle Elvis-Fans und Elvis-Verweigerer,

und alle, die von Krimis mehr erwarten als nur einen Mordfall.

Übrigens bald auch wieder live zu erleben, bisher auf der Tourliste: Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf, Kyllburg, Wien, Hamburg.